Open Call
Open Call: Re/Positionierung - Critical Whiteness/Perspectives of Color
"Whiteness has nothing to do with culture and everything to do with social position. It is nothing but a reflection of privilege and exists for no reason other than to defend it. Without the privileges attached to it, the white race would not exist, and the white skin would have no more social signification than big feet."
Noel Ignatiev
Der Diskurs um Weiß-Sein und Perspectives of Color wird auch im künstlerischen Feld immer noch weitestgehend ausgeblendet. Die Reflexion über und ein kritischer Umgang mit diesen Themen ist jedoch gerade für Kunstschaffende von großer Bedeutung, die häufig als Spiegel ihrer Gesellschaft funktionieren.
Was bedeutet es, in einem deutschen Kontext KünstlerIn of Color zu sein? Was kann aus den Spannungen in den sich ergänzenden Wissensfeldern der kritischen Weiß-Seins-Forschung und der vielfältigen Perspektiven of Color für politische und künstlerische Praxen im gegenwärtigen Deutschland gewonnen werden? Was sind die aktuellen Trends dieser Forschung und widerständiger künstlerischer Praxis?
Ein solides theoretisches Fundament ist die Basis für eine ganzheitliche und kritische künstlerische Arbeitsweise. Heute mehr denn je spüren wir eine Dringlichkeit, das Gefälle zwischen den Befunden der postkolonialen Diskurse und dem deutschen kulturellen Mainstream überbrücken zu müssen.
Die KünstlerInnengruppe Metanationale veranstaltet in der ersten Jahreshälfte 2009 eine Diskussionsreihe mit dem Titel Re/Positionierung - Critical Whiteness/Perspectives of Color in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst in Berlin. Die Bedeutung dieser Themen für die Kunstwelt wird hierbei im Mittelpunkt stehen.
Wir suchen TheoretikerInnen und KünstlerInnen, die Lust haben, einen Beitrag in Form eines Vortrages, einer Performance, eines Workshops u.ä. zu leisten. Auch andere kreative Ideen sind willkommen.
Ziel ist es auf Basis der Anregungen postkolonialer und Critical Whiteness Theorien eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtstrukturen, Formen und Wirkungen von Rassismus sowie mit Repräsentationsmustern und - techniken im künstlerischen Feld anzustossen.
Den TeilnehmerInnen werden ein Honorar und eine Reisekosten-Pauschale zur Verfügung gestellt.
Bitte bewerbt euch mit einem CV und einem Essay, indem ihr eure Beitrags-Idee erläutert und schickt diese bis zum 15. September 2008 an
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